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Verkehrswende Fest im BonnLAB

Im BonnLAB fand im September das „Verkehrswende Fest“ statt. Verschiedene Initiativen und Expert*innen waren eingeladen um über die Verkehrswende in Bonn zu sprechen.

Ich habe mich gefreut mit Ulrich Kelber (Bonns langjähriger Bundestagsabgeordneter und heutiger Bundesdatenschutzbeauftragter) und Lissi von Bülow (OB-Kandidatin der Bonner SPD) über das hochbrisante Thema zu sprechen.

Während Uli Kelber von seiner Zeit im Bonner Verkehrsausschuss in den 90er-Jahren erzählte, stellten wir fest, dass viele Themen und Probleme bis heute geblieben sind, wie der Ausbau des ÖPNV und von Fahrradwegen.

Mit Lissi stellen wir fest, dass die „Verkehrswende“ – nicht zuletzt im Angesicht des Klimawandels – höchste Priorität hat. Bonn darf nicht im Verkehrschaos enden. Massive Investitionen zur Verbesserung der Qualität des ÖPNV sind notwendig. Fahrradfahren muss sicher sein. Und der Ausbau von Park & Ride-Parkplätzen an den Bonner Stadträndern könnte für viele Pendler*innen eine gute Möglichkeit sein, nicht mit dem Auto in die Stadt fahren zu müssen.

Wie setzen wir dies konkret um? Darüber diskutierten Gabi Mayer (Mitglied im Aufsichtsrat der SWB Bus/Bahn) und ich. Es wird Zeit, dass die Politik an einem Strang zieht.

GIS Talk 2018 im World Conference Center Bonn

Dieses Jahr fand die GIS Talk fast vor meiner Haustür statt und somit ließ ich mir die Möglichkeit teilzunehmen nicht entgehen. Am Mittwoch, den 14. November wurde die diesjährige GIS Talk mit einer Plenumsanstaltung unter dem Titel (und Esri-Slogan) „The Science of Where“ eröffnet. IMG_4957 Verschiedene prominente Gastredner zeigten in ihren Präsentationen auf, wie wichtig Daten und Informationssysteme für die Digitaliserung sind. So sprach der rheinland-pfälzische Staatssekretär Andy Becht über effizientere Landwirtschaft durch GIS („Smart Farming“) und Thomas Wunderli, Leiter für IT, Logistik und Transport bei Migros, zeigte, wie mit Echtzeitdaten Produktlieferketten überwacht und gesteuert werden können. Am meisten beeindruckte wohl der bekannte TV-Meteorologe Sven Plöger mit seinem Vortrag über den Klimawandel, in welchem er die Dringlichkeit von Klimaschutz betonte und welche Rolle Daten dabei spielen können. IMG_4950.JPG Verschiedene Themenforen beschäftigten sich mit Smart Cities, Location Intelligence, Infrastructure Intelligence und Situational Awareness. Das Themenforum „Smarte Städte und Regionen“ konnte dabei gut aufzeigen, was der in der Presse häufig genannte, aber meist nur schwamming beschriebene Begriff „Digitalisierung“ im Kontext des Stadtlebens heißen kann. Die Referenten berichteten u.a. über Lösungen für mehr Sicherheit, eine Stadtplanung in 3D, das frühzeitige Erkennen von Naturgefahren, digitalen Bürgerservice und Herausforderungen in der urbanen Logistik. Die Vorträge des zweiten Konferenztages zeigten beispielsweise im Track „Austausch und Zusammenarbeit“ die Möglichkeiten von Open Data auf und wie man selbst offene Daten zur Verfügung stellen kann. Andere Vorträge thematisierten vor allem technische Möglichkeiten der aktuellen und künftigen ArcGIS-Produkte, dabei spielten Themen wie 3D, Big Data und Echtzeitdaten große Rollen. In der abschließenden „ArcGIS Road Ahead Session“ wurden die neuesten Produkte der ArcGIS-Familie angekündigt. Mit dabei war u.a. eine neue Version von ArcGIS Pro, welche eine nicht weiter erläuterte künstliche Intelligenz mit sich bringen soll, sowie ein Locationtracker. Das Stichwort „Datenschutz“ fiel bei dessen Vorstellung nicht. Zu der wohl bekanntesten und meistverwendeten ArcGIS-Komponente ArcMap gab es lediglich den Hinweis, dass dieses auch künftig unterstützt werden soll, zu Neuerungen wurde nichts gesagt. Durch Gespräche mit verschiedenen Teilnehmern der Konferenz bestätigte sich mein Eindruck, dass ArcGIS Pro bisher kaum von der user base angenommen wurde und man sich auch weiterhin Verbesserungen und Neuerungen bei ArcMap wünscht. Insgesamt zeigte die Konferenz sehr anschaulich, dass GIS eine wichtige Rolle bei der Digitalisierung spielt. gistalk2018

Aktuelle Wetterstationsdaten des DWD als Shapefile mithilfe eines Python-Skripts automatisiert

Während meines letzten Praktikums hatte ich die Aufgabe einen automatisierten Workflow für die Bereitstellung von tagesaktuellen Wetterstationsdaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Form eines Esri-Shapefiles zu implementieren.

Folgende Ausgangssituation:

Der Deutsche Wetterdienst stellt täglich die Messdaten seiner 512 Wetterstationen in Form einer ZIP-Datei für jede einzelne Station auf einem öffentlichen FTP-Server bereit. Jede ZIP-Datei enthält Meta- und Messdaten. Zuvor musste zur Ermittlung des Messwertes einer Station erst die entsprechende Datei vom Server geladen, entzippt und mit einem Texteditor betrachtet werden. Dies ist natürlich sehr umständlich und besonders ärgerlich, wenn die entsprechende Station am gegebenen Tag keinen Wert gemessen hat.

Nun war es also meine Aufgabe eine Lösung zu finden, wie man die Daten in ein GIS übertragen könnte. Also schrieb ich ein Python-Skript.

  1. Zuerst werden mithilfe des pyshp-Moduls zwei Esri-Shapefiles mit entsprechenden Mit Mapnik erstellte Karte Attributen erzeugt, einmal in WGS84 und in UTM32
  2. Das Skript loggt sich auf dem FTP-Server ein und lädt die tagesaktuellen Daten runter
  3. Mithilfe einer Schleife werden die Inhalte extrahiert und die Werte in die beiden Shapefiles geschrieben. Eine Transformation in UTM32-Koordinaten geschieht durch das Modul pyproj.
  4. Es wird ein Verzeichnis für den heutigen Tag erstellt, in welches die Shapefiles gespeichert werden.
  5. Zudem wird eine HTML-Datei mit einer Tabelle der aktuellen Messwerte erstellt, sowie eine JPG-Karte mithilfe von Mapnik.

Die Messwerte können nun entweder in einem GIS (in diesem Falle QGIS) oder mit einem Web-Browser betrachtet werden.